Das Herrenteam Angang der 90er Jahre gespickt mit ehemaligen Junioren DDR-Meistern war in der Landesliga Sachsen eine Macht.
Das Team galt in jeder Saison als klarer Favorit für die Meisterschaft...
…und erfüllte die Erwartungen stets.
Berichte wie dieser von 1993 waren regelmäßig im Lokalteil der LVZ zu lesen.
Uwe Bergert: Nicht nur einer der Leistungsträger des Männerteams aus dieser Zeit, sondern ein verdienter Sportsfunktionär mit viel Herzblut für seinen Sport und den Verein. Er war als Jugendtrainer ein Garant dafür, dass der Verein auch später erfolgreich im Seniorenbereich sein konnte. Vieles was der Verein erreicht hat, wäre ohne ihn nicht möglich gewesen. Leider starb Uwe viel zu früh nach schwerer Krankheit. Er fehlt!!!
Mit diesen Erfolgen wurden die Rufe nach einem Aufstieg in die Oberliga Sachsen/Thüringen laut. Doch die Jungs waren nicht mehr die Jüngsten. Das Durchschnittsalter lag weit über 30.
Schließlich entschied man sich für den Aufstieg und spielte in der Saison 94/95 in der Oberliga. Eine erwartete schwere Saison. Trotz des Neuzugangs Michael Strojny, einen der herausragensten Spieler in der Geschichte des Wurzener Basketballs, reichte es nur für den vorletzten Tabellenplatz.
Da die Oberliga aufgestockt wurde, nahm man die Chance war, blieb in der Spielklasse und wollte nochmal beweisen, dass man zu mehr in der Lage war. Gleich im ersten Spiel der Saison 95/96 ein deutlicher Sieg...
...und eine spektakuläre erste Saisonhälfte, in der es sogar gelang, ganz oben mitzuspielen. Leider führte Verletzungspech dazu, dass die zweite Saisonhälfte nicht mehr ganz so erfolgreich gestaltet werden konnte. Auch Routinier und DDR-Jugendmeister Stimmel, einer der besten Dreierwerfer der Liga, vermochte dies nicht zu verhindern.
...am Ende fing sich das Team und holte doch noch einige Siege. Außerdem gelang es, wie man sieht, jüngere Spieler zu integrieren.
Ingesamt, wie hier im Bericht von 1996 zu lesen, eine sehr erfolgreiche Saison für die Wurzener, die so nicht zu erwarten war. Insbesondere Strojny führte das Team zu Höchstleistungen und zu spektakulären Siegen. Doch es sollte auch den Schlusspunkt für diese Spielergeneration bedeuten. Die meisten waren bereits weit über 30 Jahre alt. Viele der Jungs beendeten nach dieser Saison ihre Karriere. Der Verjüngungsprozess im Team musste beginnen...
...in den nächstfolgenden Saisons gelang es zwar mit spektakulären Neuzugängen, wie hier der regionalligaerfahrene Wieczorek..
...oder der Centerspieler Hamer, durch deren individuelle Stärke, die Liga zu halten. Doch die Nachwuchsspieler waren noch nicht so weit. Man entscheid sich für einen Neuanfang und stieg freiwillige in die Landesliga ab. Eine gute Entscheidung. Denn der Neuanfang gelang schließlich und es sollte nicht mehr all zu lange dauern. Anfnag 2000 spielte Wurzen wieder in der Oberliga.